Eike Gebhardt: Jürgen Habermas – Philosophie als Utopie? | 27.10.2020

27. Oktober 2020 20.15 Uhr Spiegelsaal Kurhaus Baden-Baden

Jürgen Habermas ist einer der weltweit bekanntesten Philosophen. Und zweifellos ein schwieriger Autor. Bis heute lautet die Frage: Was treibt ihn eigentlich um? Früh kritisierten ihn Vertreter der Frankfurter Schule, er habe die Skepsis der Kritischen Theorie verraten.

War die Theorie des Kommunikativen Handelns am Ende nur ein politisch unverbindliches philosophisches Glasperlenspiel? Es ist Zeit für eine gründliche Neubewertung: Immer scheint Habermas auf dem Weg zu einer Legitimierung der modernen, auf Vernunft gegründeten Gesellschaft. Er versucht ihr Vernunftpotential in der alltäglichen Kommunikation und den daraus folgenden Entscheidungsprozessen zu retten. Und möchte sie mit religiösen Traditionen versöhnen, wie in seinem jüngst erschienenen Buch Auch eine Geschichte der Philosophie (Suhrkamp).

Verbirgt sich in seinem Werk womöglich eine radikale Vision? Eine Idee, die sich bewusst zahm gibt, sich verschlüsselt, um nicht radikale Widerstände zu provozieren? Ist Jürgen Habermas am Ende – ein Utopist?

Dr. Eike Gebhardt, geb. 1942, Studium der Amerikanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften an der FU-Berlin und der Yale University, Promotion 1972 (M.A.; Ph. D.). Er war 13 Jahre Hochschullehrer, zuletzt als Professor an der City University of New York, Graduate School. Eike Gebhardt lebt heute in Berlin.

Foto: © C. Giese

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