Wolfram Eilenberger: Zeit der Zauberer. Das große Jahrzehnt der Philosophie 1919 – 1929 | 12.11.2019

Ernst Cassirer, Martin Heidegger, Ludwig Wittgenstein und Walter Benjamin: Die vier großen Philosophen lösen in den Jahren der Weimarer Republik einen Gedankenschub aus, der die Philosophie aus Sicht von Wolfram Eilenberger bis heute prägt und ihre bedeutenden Denkrichtungen hervorgebracht hat: den Existenzialismus, die Hermeneutik, die Sprachphilosophie und die Dekonstruktion.

Als Zauberer sieht Eilenberger die vier philosophischen Klassiker, weil sie ihr eigenes Denken in radikalen Lebensentwürfen und sei es selbst auf teils fatale Weise glaubwürdig verkörpert hätten. „Denkpersonen“, wie sie der Gegenwart leider fehlten.

„Wenn das Buch Zeit der Zauberer eines zeigt, dann dass Leben und Philosophieren, die Gestaltung des eigenen Lebens und die Durchdringung dieses Lebens mit Gedanken nicht getrennte Bereiche sind und das ist etwas, was wir in der heutigen akademischen Philosophie kaum noch sehen“, so Eilenberger.

Dr. Wolfram Eilenberger, geb. 1972, Philosoph und Publizist, lehrte an der University of Toronto (Kanada), der Indiana University (USA) und an der Berliner Universität der Künste. Ab September 2019 auch an der ETH Zürich. Er ist Gründungschefredakteur des „Philosophie Magazins“, moderiert im Schweizer Fernsehen die „Sternstunden der Philosophie“ und ist Programmleiter der phil. cologne sowie des Berliner Verlags Nicolai Publishing & Intelligence. Sein Buch Zeit der Zauberer (Klett Verlag 2018) wird in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

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